Energiekonzept

Durch intelligente Architektur, den Einsatz neuer Energiespeicher sowie regenerativer Energieträger und die konsequente Vernetzung modernster Technik werden die CO₂-Klimaschutzziele der Landeshauptstadt Düsseldorf bis 2035 von Anfang an erreicht.

CO2-neutrales Energiesystem

Energiewende zum Anfassen

Der EUREF-Campus Düsseldorf ist energetisch smart: Eine hochtechnisierte Energiezentrale sowie der Einsatz von Solarkraft und anderen erneuerbaren Energien machen den EUREF-Campus Düsseldorf bereits vor Inbetriebnahme zu einem Vorzeigeprojekt. Er wird Teil eines Netzes umweltschonender Energieerzeuger sowie von Speichermöglichkeiten in der Region sein. Für die Entwicklung des Energiekonzepts haben EUREF, die Stadtwerke Düsseldorf und BLS Energieplan auf die lokalen Gegebenheiten und Ressourcen zugegriffen.
Die Energiewende gibt es zum Anfassen: Strom und Wärme werden umweltschonend erzeugt.

Campus Energiekonzept als Infografik

Innovative Seewassernutzung

Die kombinierte Nutzung regenerativer Energiequellen bildet den Kern des innovativen Energiekonzepts des neuen EUREF-Campus Düsseldorf.

Ziel ist es, das Campusgelände CO2-neutral und sicher zu versorgen. Und das bei einem Gebäude-Energiebedarf von jährlich 2,4 Gigawattstunde für Wärme und 2,7 Gigawattstunden zur Klimatisierung.

Das gelingt beispielsweise durch die thermische Nutzung des angrenzenden Lichtenbroicher Baggersees, einem gigantischen Wärmespeicher, der durch hocheffiziente Wärmepumpen sowohl Wärme im Winter als auch Kälte im Sommer liefert. Eine weitere innovativ genutzte Energiequelle ist die Sonne, die mit Hilfe von PV-Anlagen auf dem Dach und an der Fassade des Innovationscampus ganzjährig Strom für den Eigenverbrauch bereitstellt. Die Umgebungsluft dient zudem der Gebäudekühlung und führt über einen Hybridkühler überschüssige Wärme ab. Ebenso versorgen die Stadtwerke Düsseldorf das Gebäude an besonders kalten Tagen mit klimaschonender Fernwärme – diese leistet bereits heute einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Stadt Düsseldorf bis 2035 sowie der Bundesregierung bis 2045.

Die unmittelbare Nähe zum Lichtenbroicher Baggersee ermöglichen eine Seewassernutzung. Die Seewasserstation stellt einen wichtigen Baustein des Energiekonzepts dar. Hier werden zwei Leitungen in den See eingebracht: eine in die oberen und eine in die unteren Wasserschichten. Durch einen Seiher strömt Wasser von der Seewasserstation in einen Wärmetauscher, welcher das Seewasser im Sommer erwärmt und im Winter abkühlt. Dann fließt das Wasser mit ca. 2-5° C Temperaturdifferenz (wärmer oder kälter) wieder in den See zurück, biologisch und chemisch unverändert und somit unbedenklich.

Dabei fungiert der Baggersee im Winter als Wärmequelle und im Sommer als Wärmesenke. Das sekundärseitige Wasser, welches durch den See erwärmt bzw. gekühlt wird, wird dann in einem Quellenspeicher zwischengespeichert und dient dann entweder der direkten Temperierung des Gebäudes oder als Quelle für die hocheffizienten Wärmepumpen. Ergänzt wird das Konzept mit einem intelligenten Energiemanagement-System von Schneider Electric – der Microgrid Advisor. Dieses verknüpft alle Energieerzeuger – Seewasser, Wärmepumpen, Solar-Energie, Hybridkühler, Fernwärme, Energiespeicher und Ladeinfrastruktur – zu einer integrierten Energieinfrastruktur.

Kooperationspartner

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